Zürich
Der Kantonsrat will fürs Gesundheitswesen eine eigene Ombudsstelle

Janine Vannaz (Mitte, Aesch) fand mit ihrem Vorstoss im Kantonsrat eine Mehrheit: Es brauche eine unabhängige Ombudsstelle fürs Gesundheitswesen.

Matthias Scharrer
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Janine Vannaz, Mitte-Kantonsrätin aus Aesch.

Janine Vannaz, Mitte-Kantonsrätin aus Aesch.

zvg

Für Patienten und Angestellte im Gesundheitswesen soll der Kanton Zürich eine unabhängige Ombudsstelle schaffen. Der Kantonsrat hat eine entsprechende Motion von Janine Vannaz (Mitte, Aesch) gutgeheissen. Der Regierungsrat sowie SVP, FDP und EVP waren dagegen. Es gebe bereits Beschwerdestellen, an die man sich wenden könne, argumentierten sie: Neben der kantonalen Ombudsstelle nannte Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) die von der Ärztegesellschaft Zürich betriebene Beschwerdestelle, die Patientenstelle Zürich sowie jene der Schweizerischen Stiftung Patientenorganisation. Ausserdem seien die Listenspitäler verpflichtet, selber entsprechende Stellen zu führen. Doch das genügte den Mitte-links-Parteien nicht: Sie stimmten dem Vorstoss von Vannaz zu. Nun muss die Regierung eine Vorlage dazu erarbeiten.