Zürich
Corona hinterlässt seine Spuren: Subventionierte Kita-Plätze sind weniger gefragt

Die Nachfrage nach subventionierten Kita-Plätzen hat in der Stadt Zürich nachgelassen. Grund dafür dürfte die angespannte wirtschaftliche Lage wegen der Corona-Pandemie sein.

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Es ist davon auszugehen, dass vor allem Eltern mit tiefen Einkommen in der angespannten wirtschaftlichen Lage auf einen externen Betreuungsplatz verzichten.

Es ist davon auszugehen, dass vor allem Eltern mit tiefen Einkommen in der angespannten wirtschaftlichen Lage auf einen externen Betreuungsplatz verzichten.

Symbolbild: Alex Spichale

Ab Mitte 2020 ging die Nachfrage nach subventionierten Kita-Plätzen spürbar zurück. Obwohl die Familien Anspruch auf einen subventionierten Betreuungsplatz gehabt hätten, seien weniger Kinder in einer Kita betreut oder neu angemeldet worden.

Gemäss einer Mitteilung der Stadt Zürich vom Dienstag wurden im vergangenen Jahr deshalb 80 Plätze weniger subventioniert als 2019. Es sei davon auszugehen, dass vor allem Eltern mit tiefen Einkommen in der angespannten wirtschaftlichen Lage auf einen externen Betreuungsplatz verzichten würden.

Die städtischen Ausgaben für die familienergänzende Kinderbetreuung sanken deshalb um eine knappe Million auf 91,4 Millionen Franken.

Während die Nachfrage wegen der Pandemie leicht nachliess, konnte die Stadt die Zahl der Plätze in den Kitas weiter erhöhen: Ende 2020 standen insgesamt 11'579 Betreuungsplätze in privaten und städtischen Kitas zur Verfügung.

Die Versorgungsquote stieg entsprechend von 82,5 auf 86,3 Prozent, was einem neuen Höchststand entspricht. Die Versorgungsquote gibt an, wie viele Plätze pro 100 Kinder verfügbar sind. (sda)