Zürich
Archäologischer Fund der Kunsthaus-Erweiterung legt 20'000 Jahre Stadtgeschichte offen

Die Erweiterung des Kunsthauses und die damit ausgehobene Baugrube förderte Zürcher Stadtgeschichte zu Tage. Bald können die Funde bestaunt werden.

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Die Funde stammen aus der Baugrube des Kunsthaus-Neubaus, der am 9. Oktober eröffnet wurde. (Archivbild)

Die Funde stammen aus der Baugrube des Kunsthaus-Neubaus, der am 9. Oktober eröffnet wurde. (Archivbild)

Ennio Leanza

Rund ein Jahr lang haben Archäologinnen und Archäologen in der Baugrube gearbeitet, die für die Erweiterung des Zürcher Kunsthauses ausgehoben worden war: Die zu Tage geförderten Funde werden nun in einer Ausstellung im Haus zum Rech gezeigt.

Es seien während den Arbeiten «bedeutende Überreste aus über 20'000 Jahren Geschichte der Stadt Zürich» gesichert worden, heisst es in einer Mitteilung der Stadt.

Vom Linthgletscher bis zu Rebbergen vor der Stadtmauer

Diese werden nun in fünf neu erstellten Lebensbildern gezeigt: Sie reichen vom Linthgletscher, der um 17'000 vor Christus die spätere City bedeckte, über die Ackerflächen, welche die Bewohnenden der Pfahlbaudörfer am See um 2600 vor Christus bearbeiteten, bis hin zu den Rebbergen vor der Stadtmauer 1600, den Bastionen der barocken Schanzen 1800 und zum Kantonsschul-Turnplatz 1860.

Die Ausstellung der Funde, die aus der 5000 Quadratmeter grossen und bis zu 17 Metern tiefen Baugrube der Kunsthaus-Erweiterung stammen, dauert vom 27. Oktober 2021 bis 15. Januar 2022.