Zürich
5280 Menschen fordern bessere Arbeitsbedingungen und höhere Mindestlöhne für Landarbeiterinnen und Landarbeiter

Eine am Montag den Zürcher und Berner Behörden übergebene Petition fordert die Begrenzung der Arbeitsstunden und Erhöhung der Löhne von Landarbeiterinnen und Landarbeitern. Initiator war die Organisation «Widerstand am Tellerrand».

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Erntehelferinnen und -helfer verdienen monatlich nur 3300 Franken brutto. (Archivbild)

Erntehelferinnen und -helfer verdienen monatlich nur 3300 Franken brutto. (Archivbild)

Francesca Agosta

Landarbeiterinnen und Landarbeiter sollen in den Kantonen Bern und Zürich künftig maximal 45 Stunden pro Woche arbeiten müssen. Das fordern 5280 Menschen in einer am Montag den Berner und Zürcher Behörden überreichten Petition der Organisation «Widerstand am Tellerrand».

Wie die Organisation nach der Petitionsübergabe mitteilte, erlauben derzeit die Normalarbeitsverträge (NAV) in den beiden genannten Kantonen bis zu 55-stündige Einsätze pro Woche. Das will «Widerstand am Tellerrand» ändern.

Ein monatlicher Mindestlohn von 4000 Franken brutto

Eine zweite Forderung der Bittschrift ist, dass Landarbeiterinnen und Landarbeiter in der Schweiz künftig mindestens 4000 Franken brutto verdienen. Nach Angaben der genannten Organisation beträgt der monatliche Mindestlohn für Erntehelferinnen und -helfer derzeit in den meisten Kantonen 3300 Franken pro Monat.

«Widerstand am Tellerrand» will zudem, dass die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft künftig den Bedingungen des Schweizer Arbeitsgesetzes entsprechen müssen. Seit dem Jahr 2000 habe es mehrere parlamentarische Vorstösse mit dem Ziel gegeben, die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft von diesem Gesetz erfassen zu lassen. Doch sei nichts passiert, schreibt «Widerstand am Tellerrand» weiter.

Auch die Corona-Pandemie habe daran nichts geändert - eine Zeit, in der die Erntehelferinnen und -helfer als systemrelevant bezeichnet worden seien. Viele von ihnen stammten aus Polen, Portugal und Rumänien. (sda)

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