1200 Geschenke für Asylsuchende im Raum Zürich: Das ist das Ziel der Initianten Julius Scheidt und Alex Stöckl. Zusammen leiten die beiden Mitglieder des Netzwerks Global Shapers die Aktion «Züri schenkt». An Heiligabend sollen die Päckchen dann in den 13 Asylzentren im Grossraum Zürich verteilt werden. «Die Bewohner der Asylunterkünfte bekommen oft kaum Aufmerksamkeit. Mit unserer Aktion wollen wir das zumindest an Weihnachten etwas ändern», erklärt Scheidt die Motivation hinter dem Projekt.

Noch bis Samstag können an fünf Abgabestellen in Zürich und Zug Päckchen abgegeben werden. «800 Päckli sind bereits bei uns eingegangen. Wir sind optimistisch, dass wir unser Ziel erreichen», so Scheidt. Sein Optimismus kommt nicht von ungefähr. Nach dem letztjährigen Erfolg der «Züri schenkt»-Aktion – damals wurden 500 Päckli gesammelt – und ob des bislang grossen Engagements aus der Bevölkerung ist Scheidt motivierter denn je. «In den nächsten ein bis zwei Jahren wollen wir unsere Aktion auf die gesamte Schweiz ausdehnen», sagt Scheidt.

Vorgaben für Päckli

Damit die Asylsuchenden Geschenke bekommen, die sie auch gebrauchen können, haben die Initianten zusammen mit der Asylorganisation AOZ Vorgaben für die Päckli zusammengestellt. Für die 150 Kinder gibt es ein Spielzeugauto oder eine Spielpuppe, rund 200 Frauen sollen Duschgel und Bodylotion erhalten. Die 850 Männer erhalten einen Turnsack. Zudem sollen Kinder wie auch Erwachsene noch einen Schal und eine Mütze erhalten. Weil die Mehrheit der Asylunterkunftbewohner Männer sind, werden für sie noch 400 Geschenke gesucht.

Neben der Päckli-Aktion läuft auf der Züri-schenkt-Website zudem eine Spendenaktion für die Initiative «Sportegration», die kostenlose Sportkurse für Flüchtlinge anbietet. Mit den bereits gespendeten 3000 Franken können für die Kursteilnehmer Sport- und Trainingshandschuhe wie auch öV-Tickets für die Anreise organisiert werden. Noch bis Heiligabend können Spendengelder dafür einbezahlt werden.