Das "Züri Fäscht" lockt alle drei Jahre ein Millionenpublikum an die Limmatstadt. 2013 wurden am "grössten Volksfest der Schweiz" an drei Tagen rund zwei Millionen Besucher gezählt.

Das hohe Zuschaueraufkommen hat das Organisationskomitee (OK) veranlasst, zusammen mit Spezialisten der Stadt das Konzept für den Grossanlass vom 1. bis 3. Juli 2016 zu überarbeiten.

OK und Stadtrat seien sich einig, dass die Sicherheit für die Festbesuchenden erste Priorität haben müsse, schreibt das OK in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Zwei Feuerwerke am Samstag

Um die Zuschauerdichte insbesondere im Festzentrum zu reduzieren und die Besuchsspitzen vor und nach den Feuerwerken zu brechen, wird das Festareal ausgedehnt. Zudem wird mit zwei Feuerwerken am Samstag das Programm zeitlich gestaffelt.

So wird um 22.30 bis 22.50 Uhr ein auf Familien und Kinder ausgerichtetes Feuerwerk gezündet.

Das zweite Feuerwerk mit Junge und Junggebliebene gibt es dann zwischen 01.30 und 01.50 Uhr. Das Freitagsfeuerwerk bleibt unverändert.

Um eine bessere Zirkulation der Festbesucher zu gewährleisten, gibt es am Limmatquai, Bürkliplatz und am Bellevue weniger Stände.

Die Marktstrassen am Limmatquai, Stadthausquai und an der Fraumünsterstrasse werden zudem nur noch einseitig mit Marktständen bestückt.

Dafür hat der Stadtrat an der Bahnhofstrasse eine zusätzliche Marktstrasse für Festwirtschaften bewilligt.

Ausserdem steht am "Züri Fäscht 2016" der umgebaute Sechseläutenplatz für Chilbigeschäfte wieder zur Verfügung, und die Landiwiese wird für die "Touch the Lake"-Veranstaltung genutzt.

Mehr Unterhaltung am See

Das Unterhaltungsprogramm werde zeitlich gestaffelt und vermehrt auf Flächen rund um den Zürichsee verlegt, schreibt das OK. Damit könne das Zentrum entlastet werden.

Der offizielle Festschluss am Sonntag wurde auf 23 Uhr vorverlegt, damit genügend Zeit für den Abbau und die Reinigung des Festareals zur Verfügung steht.

Die Neukonzeption und die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen haben laut Stadtrat Mehrkosten und Mindereinnahmen zur Folge.

Die Optimierung beim Crowd-Management, wie beispielsweise mehr Sicherheitspersonal, weniger Verkaufs- und Restaurationsflächen sowie ein zweites Feuerwerk am Samstag führten im aktuellen Budget der Organisatoren zu einem Fehlbetrag von 756'000 Franken.

Stadt und Kanton finanziell beteiligt

Die Stadt unterstützt das "Züri Fäscht" bisher mit einem Betriebsbeitrag von 405'000 Franken. Zudem erbringt die Stadt unentgeltliche Leistungen in der Höhe von 900'000 Franken.

Der Kanton unterstützte das Fest bislang ebenfalls mit einem Betriebsbeitrag von 405'000 Franken und unentgeltlichen Leistungen in Höhe von einer Million Franken.

Für die Umsetzung der Neukonzeption beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen einmaligen zusätzlichen Betrag von 300'000 Franken.

Dieser Betrag werde nur fällig, wenn sich auch der Kanton mit einem zusätzlichen Beitrag von 395'000 Franken beteilige, schreibt der Stadtrat. Die noch verbleibenden Mehrkosten würden vom Verein Zürcher Volksfeste getragen.