Obwohl die Organisation eine öffentlich-rechtliche Anstalt ist, unterstehe sie der Oberaufsicht des Stadtzürcher Parlamentes.

SVP-Fraktionschef Mauro Tuena hält es nicht für die Aufgabe der Stadt Zürich, in der Asylindustrie national mitzumischen, erklärt er gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Für den Fall, dass die AOZ in finanzielle Bedrängnis käme, würde «die rot-grüne Mehrheit sicher dafür sorgen, dass die Stadt die Rechnung begleiche», so Tuena weiter.

«Gesondert erfasst werden»

Zudem befürchten die Bürgerlichen eine Aufblähung der AOZ, da diese bereits Dienstleistungen für andere Gemeinden erbringt. Mit Leistungen im Asylbereich für die Stadt Brugg bereits jetzt ausserhalb der Zürcher Kantonsgrenze.

Eine Aufblähung befürchtet der Grüne Nationalrat Balthasar Glättli jedoch nicht. Damit der Stadt Zürich keine Mehrausgaben anfallen, müssen die Kosten für Bremgarten «gesondert erfasst werden», erklärt er.

GLP-Präsident Martin Bäumle hat eine andere Befürchtung. Er warnt davor, dass die AOZ dank direkten oder indirekten Subventionen «Dumpingangebote» mache, mit denen ihre privaten Konkurrenten nicht mithalten können, sagte er gegenüber dem «Tages Anzeiger». Als Stadtrat von Dübendorf wisse er um die Schwierigkeit einer sauberen Vollkostenrechnung. (aru)