In einem ähnlichen Fall habe eine Frau im vergangenen Juli in Strassburg Recht bekommen. Dies sei auch in diesem Fall nicht ausgeschlossen, sagte Wyler in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Donnerstag.

Das Bundesgericht hatte am Mittwoch eine Beschwerde der ehemaligen Mitarbeiterinnen des Sozialdepartementes abgewiesen. In einer Mitteilung hiess es, die Frauen seien vom Zürcher Obergericht zu Recht wegen Amtsgeheimnisverletzung verurteilt worden.

Esther Wyler und Margrit Zopfi hatten 2007 interne Fallakten der «Weltwoche» zugespielt und damit eine breite Debatte über Missbräuche beim Bezug von Sozialhilfe ausgelöst. Sie argumentierten, amtsintern habe niemand die Hinweise auf Missstände zur Kenntnis nehmen wollen. Deshalb hätten sie keine andere Wahl gehabt, als sich an die Medien zu wenden.