Verdichtung

Zürcher Verwaltungsgericht verbietet finstere Kellerwohnungen

Das Verwaltungsgericht bewilligte die finsteren Kellerwohnungen nicht. (Symbolbild)

Das Verwaltungsgericht bewilligte die finsteren Kellerwohnungen nicht. (Symbolbild)

Auch wenn Verdichtung das Gebot der Stunde ist: Finstere Kellerwohnungen ohne Ausblick sind im Kanton Zürich trotzdem nicht erlaubt. Dies hat das Verwaltungsgericht am Fall eines Bauprojektes in Uster entschieden.

Geplant war ein Mehrfamilienhaus, bei dem auch der Keller hätte als Wohnfläche genutzt werden sollen. Zwei Einzimmerwohnungen waren dort vorgesehen. Der Bauherr argumentierte, dass diese Wohnungen ganz im Sinne der angestrebten Verdichtung des Siedlungsgebietes seien.

Die Stadt Uster und auch das Baurekursgericht wollten die Wohnungen jedoch nicht bewilligen. Sie seien zu finster, befanden beide. Der Bauherr wollte dies nicht akzeptieren und gelangte ans Verwaltungsgericht - doch auch dieses will die raumplanerisch wertvollen, aber finsteren Wohnungen niemandem zumuten.

Ungenügende Lichtverhältnisse

Wie das Gericht in seinem kürzlich publizierten Urteil schreibt, würde ein Teil der Fensterfläche in einen Lichtschacht führen. Einen halben Meter vor dem Fenster wäre also Schluss mit Aussicht, dann käme die Betonwand nach oben.

Ein Teil der Fensterfläche würde zwar über das Erdreich hinausragen. Weil an dieser Stelle aber eine Bodenbepflanzung geplant ist, wäre die Aussicht auch dort eher düster.

Die Lichtverhältnisse seien ungenügend, entschied das Verwaltungsgericht. Der Bauherr müsse auf die Einzimmerwohnungen verzichten. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Der Bauherr kann noch vor Bundesgericht für seine Kellerwohnungen kämpfen.

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