Bei der Pünktlichkeit der S-Bahnen erreichte die SBB 119 von 144 möglichen Punkten und damit zwei Punkte mehr als den vorgegebenen Zielwert, wie SBB und ZVV am Mittwoch mitteilten. Im vergangenen Jahr waren es nur 95 Punkte und die SBB musste 1,8 Millionen Franken Malus bezahlen.

Bewertet werden die zwölf S-Bahnen des Kernnetzes. Wenn 95 Prozent der Züge derselben Linie in einem Monat ihr Ziel mit weniger als sechs Minuten Verspätung erreichen, wird ein Punkt gutgeschrieben. Pro Monat sind also maximal zwölf Punkte möglich. Die volle Punktzahl wurde während vier Monaten erreicht. Am meisten Verspätung hatten die S-Bahnen im Dezember. Dafür gab es nur fünf Punkte.

Bahnhöfe und Züge etwas sauberer

Beurteilt wurde auch die Sauberkeit von Bahnhöfen und Zügen. Die Ergebnisse sind etwas besser als im Vorjahr, liegen aber nach wie vor im neutralen Bereich, daher gibt es weder einen Bonus noch einen Malus. Die Qualität der Informationen im Störungsfall und die allgemeine Zufriedenheit der Kunden wurde wegen einer neuen Messmethode nicht berücksichtigt.

SBB und ZVV sind vom Nutzen des Bonus-Malus-Systems überzeugt. Durch regelmässige Kontrollen werden Stärken und Schwachstellen identifiziert und Anreize für Verbesserungen geschaffen, wie es in der Mitteilung heisst. Der 2014 ausgelaufene Vertrag zwischen SBB und ZVV wird zurzeit für den Zeitraum 2016-2021 neu verhandelt.