Von den geprüften 3569 Unterschriften seien deren 3077 gültig, teilte der Stadtrat mit. Notwendig sind 3000 Unterschriften. Die ungültigen Unterschriften stammten insbesondere von Personen, die nicht in der Stadt stimmberechtigt sind.

Mit der Volksinitiative, die der parteilose Ökonom Stefan Mühlemann im vergangenen November lanciert hatte, soll der Zürcher Stadtrat von heute neun auf sieben Mitglieder verkleinert werden.

Die Stadt "soll ihre Verwaltung effizient und effektiv reorganisieren, damit sie finanziellen Spielraum erhält, um die vitalen Bereiche - beispielsweise Bildung - angemessen zu unterhalten und zu fördern", wurde das Volksbegehren bei der Lancierung begründet.

Frühere Versuche, den Zürcher Stadtrat zu verkleinern, scheiterten. 1987 hatten sich die Stadtzürcher Stimmberechtigten zwar überraschend für eine FDP-Volksinitiative "7 statt 9" ausgesprochen. Als es dann nach diesem Grundsatzentscheid um die konkrete Umsetzung ging, gab es keine Mehrheit mehr. 1989 wurde die Vorlage zur Verwaltungsreorganisation bachab geschickt und es blieb bei 9 Stadtratsmitglieder.

Sechs Jahre später stimmte das Volk dann einer kleinen Reorganisation der Stadtverwaltung zu. Diese enthielt allerdings keine Verkleinerung des Stadtrates mehr.

Keine Chance an der Urne hatte 2002 eine Volksinitiative des SVP-nahen Bunds der Steuerzahler, die den Stadtrat auf fünf Mitglieder verkleinern wollte. 2003 sagte dann das Gemeindeparlament Nein zu einem Stadtrat mit 7 statt 9 Mitgliedern.