Beim Triemli sei das Minus vor allem wegen Planungs- und Projektierungskosten sowie Abschreibungen zu Stande gekommen, teilte das Stadtspital am Montag mit.

2017 behandelte das Triemli 24'162 Patientinnen und Patienten stationär. Das sind 352 weniger als im Vorjahr. Auch dadurch entgehen Einnahmen. Sie blieben durchschnittlich 5,3 Tage, 0,2 Tage weniger als im Vorjahr. Der Trend, Behandlungen vermehrt ambulant durchzuführen, setzte sich auch im vergangenen Jahr fort.

Insgesamt suchten 54'486 Notfallpatientinnen und -patienten den Erwachsenen-, Kinder- oder Frauennotfall auf, ein Plus von 1310. Mit dem 2017 neu eröffneten Notfallzentrum mit integrierter Notfallpraxis konnten die Wartezeiten deutlich gesenkt werden.

Auch die Geburtsabteilung verzeichnete einen neuen Rekord. 2209 Babys erblickten das Licht der Welt. Dies entspricht einem Zuwachs von 109 Säuglingen gegenüber dem Jahr 2016.

"Bettenverdichtung" im Waid

Die Anzahl ambulanter Konsultationen stieg im Stadtspital Waid deutlich, teilte das Spital am Montag mit. Es versorgte über 8700 Patientinnen und Patienten stationär, rund 400 weniger als im 2016. Die Kranken blieben durchschnittlich 7,5 Tage, 0,3 Tage weniger als im Vorjahr.

Dies sei ein guter Wert in Anbetracht des hohen Patientendurchschnittsalters von 67 Jahren, heisst es weiter. Mit 67 Jahren liege man mehr als 15 Jahre über dem kantonalen Mittel.

Als Reaktion auf die rückläufige stationäre Entwicklung verdichtete - also reduzierte - das Stadtspital Waid ab Mitte 2017 die Anzahl Betten von bisher 261 auf neu 234. Dadurch steigt die Bettenauslastung. Dies werde sich positiv auf die Personal- und Infrastrukturkosten auswirken, schreibt das Spital.

Der stark wachsende ambulante Leistungsbereich wird in den kommenden Jahren ausgebaut. Mit der Inbetriebnahme einer Chirurgischen Tages- und Wochenklinik für ambulante und nur für kurze Zeit hospitalisierte Patientinnen und Patienten sei ein erster Schritt in diese Richtung getan worden, heisst es weiter.

Mit dem Zentrum für Palliative Care wird im Mai 2018 ein neues Angebot geschaffen, für welches im Raum Zürich zurzeit eine grosse Nachfrage besteht. Ebenfalls noch in diesem Jahr eröffnet das Waid in Oerlikon ein externes Dialysezentrum für mobile und berufstätige Dialysepatientinnen und -patienten.

All diese Massnahmen sollen dazu beitragen, zusätzlichen Patientennutzen zu schaffen und die finanzielle Situation des Spitals schrittweise zu verbessern. Sie erfolgen in Abstimmung mit der städtischen Spitälerstrategie, die in Zukunft eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Spitälern Waid und Triemli vorsieht.