Sackgebühren

Zürcher Stadtrat schlägt befristete Senkung der Abfallgebühren vor

Der Stadtrat schlägt eine befristete Senkung der Abfallgebühren vor.

Der Stadtrat schlägt eine befristete Senkung der Abfallgebühren vor.

Der Zürcher Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, die Infrastrukturpreise für Abfall für die kommenden drei Jahre um 20 Prozent zu senken.

Der Infrastrukturpreis ist der Betrag, den jede Wohn- und Geschäftseinheit in Zürich für Abfall und Abwasser entrichten muss.

Momentan erhalten Liegenschaftenbesitzer von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) eine Rechnung von 80 Franken pro Wohnung, wie ERZ-Sprecherin Leta Filli gegenüber der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage sagte. Mietende sollte der Posten auf der Nebenkostenabrechnung unter Kehricht/Abfallentsorgung ausgewiesen sein.

Geht es nach dem Willen des Stadtrates, sollen es von 2016-2018 nur noch 64 Franken sein. So sieht es der stadträtliche Vorschlag zur Umsetzung einer Motion von AL und FDP vor.

Die Motionäre verlangten vor rund zwei Jahren vom Stadtrat eine befristete Senkung der Abfall- und Abwassergebühren in Form eines Bonus um 15 bis 20 Prozent. Die Forderung wurde damit begründet, dass ERZ in den Bereichen Abwasser und Abfall hohe Reserven angehäuft habe.

Der Stadtrat habe die Situation der Reserven in den Bereichen Abfall und Abwasser überprüft, teilte er am Mittwoch mit. Er ist zum Schluss gekommen, dass die Reserven im Bereich Abwasser für künftige Investitionen zwingend benötigt werden. Andernfalls drohe schon in wenigen Jahren ein Minus in der Spezialfinanzierung Abwasser.

Im Bereich Spezialfinanzierung Abfall seien hingegen ausreichend Reserven vorhanden. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat deshalb, die Infrastrukturpreise für Wohn- und Betriebseinheiten in Form eines befristeten Bonus um 20 Prozent zu senken.

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