Städtische Finanzen

Zürcher Stadtrat rechnet mit deutlich kleinerem Defizit

Budget: Die geplanten Massnahmen sollen jedoch die Standort- und Lebensqualität der Stadt Zürich nicht infrage stellen (Themenbild).

Budget: Die geplanten Massnahmen sollen jedoch die Standort- und Lebensqualität der Stadt Zürich nicht infrage stellen (Themenbild).

Das Ergebnis der Rechnung 2014 der Stadt Zürich dürfte deutlich besser ausfallen als erwartet. Der Stadtrat rechnet mit einem Defizit von 100 bis 120 Millionen Franken.

Budgetiert war ein Minus von 202 Millionen Franken. Mit verschiedenen Massnahmen soll 2017 eine ausgeglichene Rechnung erreicht werden.

Grund für das kleinere Defizit 2014 ist unter anderem ein Sondereffekt, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Der Bezirksrat hat kürzlich angeordnet, dass die Schwankungsreserven für die Aktien der Flughafen Zürich AG aufgelöst werden müssen. Dadurch werden die Rechnungen in den Jahren 2014, 2015 und 2016 um je 35 Millionen Franken entlastet.

Ziel: Ausgeglichene Rechnung

Nachdem sich vor zwei Jahren abgezeichnet hatte, dass die Stadt ihr Eigenkapital im Jahr 2016 aufgebraucht haben würde, startete der Stadtrat eine Leistungsüberprüfung. Mit verschiedenen Massnahmen, darunter mit tieferen Plafondsvorgaben für die Departemente sollte das Ziel einer ausgeglichenen Rechnung im Jahr 2017 erreicht werden. Ausserdem sollte die Stadt weiterhin über Eigenkapital verfügen.

Vor kurzem hat der Stadtrat weitere Vorgaben beschlossen. Damit wird die Laufende Rechnung in den Jahren 2016 bis 2018 um jährlich zwischen 44 und 67 Millionen Franken gegenüber der bisherigen Finanzplanung entlastet. Vorgesehen sind Kürzungen von freiwilligen Beiträgen, beim Personalaufwand und bei den Sachkosten sowie Umsatzsteigerungen.

Die Verbesserungen führen dazu, das ein Bilanzfehlbetrag im Jahr 2016 abgewendet werden kann und die Stadt auch 2017 noch über ein Eigenkapital in Höhe von 110 bis 120 Millionen Franken verfügt. Aus Sicht des Stadtrats ist damit jedoch erst ein Zwischenziel erreicht. Ohne weitere Massnahmen wäre das Eigenkapital 2018 aufgebraucht.

Die geplanten Massnahmen sollen jedoch die Standort- und Lebensqualität der Stadt Zürich nicht infrage stellen und die Stadt soll auch weiterhin eine attraktive, konkurrenzfähige Arbeitgeberin bleiben, wie es in der Mitteilung heisst.

Für einen Teil der Vorgaben werden nun konkrete Vorlagen ausgearbeitet. Massnahmen, die sich bereits 2016 auswirken, werden im Rahmen der Präsentation des Budgets 2016 bekannt gegeben.

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