Das Programm «Stadtverkehr 2025» führe die bisherige Verkehrspolitik konsequent weiter, teilte der Stadtrat am Dienstag mit. Gleichzeitig leiste es auch einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Städteinitiative.

Dem Volksbegehren hatten die Stimmberechtigten der Stadt Zürich im vergangenen September mit einem Ja-Anteil von 52,4 Prozent zugestimmt. Es verlangt, dass der motorisierte Individualverkehr in den nächsten 10 Jahren um rund ein Viertel reduziert wird.

Bei der Umsetzung dieser Vorgaben gilt ein Hauptaugenmerk der Stadt dem Dialog mit der Öffentlichkeit und Partnerorganisationen. Dabei geht es darum, «stadtverträgliche Lösungen» zur Abwicklung des Verkehrs zu erarbeiten. Gleichzeitig will die Stadt die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft im Bereich Mobilität erreichen.

Offene Fragen

Das Programms soll «departementsübergreifend» umgesetzt werden. Die Federführung liegt beim Tiefbauamt. Mit einem Aktionsplan und einem entsprechenden Controlling will der Stadtrat sicherstellen, dass «wirkungsvolle und zielkonforme Massnahmen» rasch realisiert werden.

Damit das Programm zu einem Erfolg wird, sei die Stadt auf zahlreiche Partnerorganisationen und Entscheidungsträger angewiesen, heisst es weiter. Auch stellten sich Fragen hinsichtlich der Finanzierung.

Über die Fortschritte will der Stadtrat ab 2013 jährlich einen Zwischenbericht veröffentlichen. Er soll unter anderem Angaben über die Fortschritte bezüglich Luftreinhaltung und Lärmemissionen sowie über die Verkehrssituation enthalten.

Die Umweltorganisation umverkehR bezeichnet das Programm in einer Stellungnahme als «sehr oberflächlich». Es reiche nicht aus, um die ehrgeizigen Ziele der Städteinitiative umzusetzen. Auch acht Monate nach der Annahme der Vorlage fehle ein griffiges Massnahmenpaket, heisst es in der Mitteilung.