Er begründet dies mit einer Stimmrechtsbeschwerde gegen die Finanzierung der Limmat Energie AG.

Wegen der Stimmrechtsbeschwerde seien sämtliche Arbeiten für den geplanten Energieverbund im Gebiet Altstetten und Höngg-West derzeit blockiert, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Insbesondere sei die Realisierung eines unterirdischen Anschlusswerks nicht möglich. Für dieses Anschlusswerk stehe nur ein kleines Zeitfenster offen.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) und die Energie 360° AG wollen im Gebiet Altstetten und Höngg-West gemeinsam einen Energieverbund als öffentliche Fernwärmeversorgung planen.

Energie aus dem Abwasser des Klärwerks Werdhölzli soll optimal genutzt werden. Es geht darum, das umliegende Gebiet 2000-Watt-verträglich mit Wärme und Kälte zu versorgen.

Der Stadtrat hatte im vergangenen Sommer grünes Licht für die Gründung der Projektgesellschaft Limmat Energie AG und die städtische Beteiligung von 2 Millionen Franken gegeben.

Er begründete den frühzeitigen Grundsatzentscheid damit, dass die Arbeiten für das komplexe Projekt koordiniert werden müssten.

Ein unterirdisches Anschlusswerk im Werdhölzli soll gemeinsam mit dem neu zu bauenden Abwasserkanal realisiert werden, der Teil ist des Projekts zur Erweiterung des Klärwerks Werdholzli mit seiner zusätzlichen Stufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen.

Gegen sämtliche Kreditbeschlüsse betreffend ewz und Limmat Energie AG legte die Alternative Liste (AL) im November 2015 beim Bezirksrat eine Stimmrechtsbeschwerde ein.

Der Gemeinderat solle über die Beteiligung der Stadt an der Limmat Energie AG entscheiden können, verlangt die AL.

Spätere Realisierung kostete das Doppelte

Wenn das Anschlusswerk nicht gemeinsam mit dem Abwasserkanal gebaut werden könne, koste es nicht 1 Millionen Franken, sondern mindestens das Doppelte, schreibt der Stadtrat.

Er wolle nun die letzte Chance nutzen, um das Anschlusswerk rechtzeitig bauen zu können.

Er hat deshalb den Beschluss zur Kapitalisierung der Limmat Energie AG aufgehoben und die Ausgaben von 1,96 Millionen Franken für die städtischen Vorleistungen im Zusmmenhang mit dem Energieverbund im Gebiet Altstetten und Höngg-West in eigener Kompetenz bewilligt.

Diese Investitionen behielten ihren Wert und könnten auch mit einem allfällig kleineren Verbund und unabhängig von der Organisationsform des künftigen Energieverbundes genutzt werden, heisst es in der Mitteilung.

Für die Kapitalisierung der Limmat Energie AG werde er dem Gemeinderat in nächster Zeit einen Kredit beantragen und ihm damit die Möglichkeit geben, sich grundsätzlich zu Gründung der Limmat Energie AG als Betreiberin des Verbundes zu äussern, schreibt der Stadtrat.