Internet-Fahndung

Zürcher Stadtpolizei will Internet-Fahndungsbilder künftig zuerst «pixeln»

Die Fahndungsbilder der Zürcher Stadtpolizei sollen künftig zuerst «gepixelt» werden

Die Fahndungsbilder der Zürcher Stadtpolizei sollen künftig zuerst «gepixelt» werden

Die Zürcher Stadtpolizei erweitert ihre Internet- Fahndung um eine «Pixel-Phase». Damit will sie vermeiden, dass schon identifizierte Verdächtige an den Internet-Pranger gestellt werden. Dies war bei der aktuellen Fahndung zwei Personen passiert.

Neu umfasst die Internet-Fahndung drei Phasen:

1) Die Polizei kündigt wie bisher an, dass sie an einem bestimmten Tag Bilder von so und so vielen Verdächtigen zur Identifikation ins Netz stellt. Wer sich in der angekündigten Frist selbst meldet, kann so die Veröffentlichung seines Konterfeis abwenden.

2) Dann folgt der neue Schritt, die «Pixel-Phase»: Ab dem angekündigten Datum sind die Bilder der Gesuchten im Netz aufgeschaltet, allerdings mit verpixelten - also unscharf gemachten - Gesichtern. Wer argwöhnt, er sei unter den Gesuchten, kann nachschauen. Meint er sich zu erkennen, kann er sich melden. Falls die Annahme stimmt, wird sein Bild entfernt, ohne dass Aussenstehende sein Gesicht sehen konnten.

3) Nach einigen Tagen folgt dann die dritte Fahndungsstufe: Die bis anhin unkenntlichen Gesichter werden kenntlich gemacht und sind nun öffentlich einsehbar. Hier gilt wie bisher: Sobald jemand identifiziert ist, wird sein Bild aus der Fahndungs-Galerie genommen.

Polizei hat aus Fehlern gelernt

Beschlossen wurde die zusätzliche Phase vom Zürcher Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne) im Einvernehmen mit dem leitenden Oberstaatsanwalt Andreas Brunner. Grund war eine Panne bei der laufenden Internet-Fahndung: Bilder von zwei Verdächtigten wurden ins Netz gestellt, obwohl die beiden bereits identifiziert waren, wie es in der Mitteilung heisst. Dies soll nun mit der zuzsätzlichen «Pixel-Phase» verhindert werden.

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