Deshalb wollten die Grünen am Mittwochabend die Vorlage an den Stadtrat zur Überarbeitung zurückweisen. Das vorliegende Projekt sei nicht sinnvoll. Durch eine Aufstockung von zwei auf drei Geschosse gewinne man Raum, sagte ihr Sprecher.

Aber man verliere zu viel Zeit, argumentierte die Mehrheit. Der Rückweisungsantrag scheiterte. In der Schlussabstimmung erhielt die Vorlage 100 Ja-Stimmen. 10 Ratsmitglieder sagten Nein (Grüne), 3 enthielten sich (Grüne).

Es sei das richtige Schulhaus am richtigen Ort in der richtigen Grösse, sagte Hochbauvorstand André Odermatt (SP). Zudem gebe es einen tollen Aussenraum, nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern für das ganze Quartier.

Schulraumplanung sei äusserst komplex, sagte Odermatt weiter. Man dürfe nicht nur die Froschperspektive einnehmen, sondern müsse das ganze Quartier oder gar die ganze Stadt und ihre Entwicklung im Auge behalten.

Abstimmung im Mai

Die Schulanlage Freilager ist als 18-Klassen-Schulhaus mit 15 Primar- und 3 Heilpädagogikklassen geplant. Sie kann als Tagesschule geführt werden. Generell ist die Mehrfachnutzung von Räumen geplant.

Vorgesehen sind auch eine Doppelsporthalle und eine Schulschwimmanlage. Die Sportbereiche stehen ausserhalb der Schulzeit dem Quartier zur Verfügung.

Das Schulhaus wird dem Minergie-P-Eco-Standard entsprechen. Es ist eine Photovoltaikanlage mit einem Eigenverbrauchsanteil von rund 70 Prozent vorgesehen. Zur Versorgung mit Wärmeenergie plant das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) in der Schulanlage eine Energiezentrale mit Wärmepumpen.

Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen einschliesslich Reserven 63,3 Millionen Franken. Davon entfallen 60,5 Millionen Franken auf den Neubau der Schulanlage und 2,8 Millionen Franken auf die ewz-Energiezentrale.

Nach dem Ja des Gemeinderates ist am 19. Mai noch das Stimmvolk am Zug. Bei einem Ja an der Urne könnten die Bauarbeiten Ende Jahr starten. Im Sommer 2022 dürfte der Bau fertig sein.