«Lässt der Kantonsrat die wichtige Frage eines Pistenausbaus nicht durch die Bürger beantworten, werden wir mithilfe einer Volksinitiative einen Urnengang herbeiführen», sagt Dieter Neupert, Vizepräsident von Aerosuisse, dem Dachverband der Schweizer Luft- und Raumfahrt, der «NZZ am Sonntag».

Ähnliche Szenarien werden auch im Umfeld des Flughafens und von Swiss gewälzt. Ausgelöst wurden die Planspiele durch einen Artikel der «NZZ». Demnach kommt das Stimmvolk gar nicht zu Wort, falls das Zürcher Kantonsparlament einen Ausbau des Flughafens ablehnt. Für jegliche Anträge auf eine Pistenverlängerung braucht die Flughafen Zürich AG von Gesetzes wegen das Einverständnis von Regierungs- und Kantonsrat. Sagt der Kantonsrat Ja, kann die Vorlage per Behördenreferendum oder Volksreferendum an die Urne kommen, ein Nein hingegen gilt abschliessend.

Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (svp.) möchte die Entscheidung aus demokratischen Gründen den Stimmbürgern überlassen: «Ich würde es begrüssen, wenn das Volk sich zum Ausbau der Ost-West-Piste äussern könnte.»