Kanton Zürich

Zürcher sind zufrieden mit der kantonalen Gesundheitsversorgung

Als hervorragend eingestuft würden die Verfügbarkeit der Hausärzte, der Rettungsdienste, Notaufnahme und der Apotheken. (Symbolbild)

Als hervorragend eingestuft würden die Verfügbarkeit der Hausärzte, der Rettungsdienste, Notaufnahme und der Apotheken. (Symbolbild)

Die Bevölkerung erteilt der Gesundheitsversorgung im Kanton Zürich weiterhin gute Noten, wie aus der im November 2013 durchgeführten jährlichen Befragung hervorgeht. Sehr zufrieden zeigten sich die Befragten mit der Behandlung im Spital.

Die medizinischen Dienste werden grundsätzlich als gut erreichbar und zugänglich beurteilt, wie die Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Auf der Skala von 1 (gar nicht) und 10 (sehr zufrieden) erreichte der Indikator Gesundheitsversorgung einen Wert von 8,3 gegenüber 8,4 im Vorjahr.

Als hervorragend eingestuft würden die Verfügbarkeit der Hausärzte, der Rettungsdienste, Notaufnahme und der Apotheken, heisst es in der Mitteilung. Nur als genügend beurteilt wurde hingegen die Verfügbarkeit der Spezialisten und der Spitex.

Erneut einen hohen Wert (8,6) erreichte die Zufriedenheit mit der Behandlung im Spital. Befragte, die 2013 stationär behandelt wurden, äusserten sich überwiegend positiv.

Kaum verändert hat sich das Verhalten bei der Spitalwahl. Obwohl Patienten seit zwei Jahren die freie Wahl haben und sich auch in ausserkantonalen Listenspitälern behandeln lassen können, entscheiden sich Zürcherinnen und Zürcher weiterhin primär für Zürcher Spitäler.

Gemäss der Umfrage sind bei der Wahl die Qualität des Spitals und die Empfehlungen der zuweisenden Ärzte am wichtigsten. Die Grösse des Spitals und der Preis im Vergleich zu andern Spitälern spielen dagegen weiterhin eine untergeordnete Rolle.

Eine grosse Mehrheit der Befragten vertrat die Meinung, dass die Gesundheitsversorgung auch in Zukunft sichergestellt ist. Gewisse Bedenken geäussert wurden wie in den Vorjahren bezüglich der Finanzierbarkeit der Pflege. Die Umfragewerte in diesem Bereich hätten sich jedoch dank verstärkter Information verbessert, schreibt die Gesundheitsdirektion.

Erstmals auch Mobiltelefonnutzer einbezogen

Dass einzelne Zufriedenheitswerte im Vergleich zum Vorjahr leicht tiefer ausfielen, ist laut Gesundheitsdirektion auf ein neues Stichprobendesign zurückzuführen. Erstmals eingezogen wurden im vergangenen November Benutzer von Mobiltelefonen.

Da aber immer mehr Personen ein Mobiltelefon benutzen und auf einen Festanschluss verzichten, konnte zuletzt rund ein Viertel der Zürcher Bevölkerung in der Befragung nicht berücksichtigt werden. Mit dem neuen Stichprobendesign habe der Abdeckungsgrad der Stichprobe von rund 75 auf 98 Prozent der Bevölkerung erhöht werden können, heisst es in der Mitteilung.

Laut der Gesundheitsdirektion äusserten sich die neu in die Befragung miteinbezogenen Personen ohne Festnetzanschluss kritischer zur aktuellen Situation im Gesundheitswesen. Gleichzeitig seien sie aber optimistischer bezüglich Zukunftsaussichten. Insgesamt waren im November 1600 Personen befragt worden, die im Kanton Zürich wohnen.

Befragt wurden diese erstmals auch zur zahnmedizinischen Versorgung. 95 Prozent der Befragten waren zufrieden mit dem Resultat der Behandlung. Für 15 Prozent waren tiefere Zahnarztkosten Grund dafür, dass sie im Ausland eine Zahnbehandlung machen liessen. Ebenfalls aus Kostengründen haben 13 Prozent der Befragten schon darauf verzichtet, sich zahnärztlich behandeln zu lassen.

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