Bereits zum Start hatte der Zürcher Silvesterlauf einen Rekord gebrochen. Zur 41. Austragungen meldeten sich knapp 24 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 100 Nationen an, so viele wie noch nie. Im Fokus der Sportinteressierten stand einmal mehr das Elite-Ausscheidungsrennen.
Das Wetter gab das zentrale Thema vor – während der und nach den spektakulären Runden um den Fraumünster-Komplex. 14 Runden zurückzulegen hatten die Männer, 12 die Frauen.

Distanzen von 5,4 km, respektive von 4,6 km galt es für die besten fünf zu laufen. Immer die Letzten schieden nach je zwei Runden aus. Und die Schnellsten waren überraschend jene, die mit diesen schwierigen Bedingungen am wenigsten vertraut sein konnten: die Kenianer. Bei den Männern setzte sich im Schneematsch in der zweiten Rennhälfte Patrick Ereng ab. Bei den Frauen erwies sich Cynthia Kosgei als die Beste. Vorjahressieger Tadesse Abraham (Uster) folgte mit einem Abstand von

4,9 Sekunden. «Ich habe Patrick in den letzten Wochen einige Male geschlagen, aber heute wollte ich bei diesen Bedingungen kein zu grosses Risiko eingehen», sagte er.

Starke Einheimische

Plötzlich zu den Geheimfavoriten gemausert hatte sich der OL-Weltcup-Gesamtsieger Matthias Kyburz (Bern). Er erfreute sich diesen Herbst über eine ausgezeichnete Form und schien auf dem Terrain zusätzlich begünstigt. Allerdings vermochte er diesen Vorteil nicht auszuspielen, denn er hatte die falschen Schuhe gewählt. Mit Rang 5 schaffte er es aber immerhin in die Schlussrunde. Hervorragend in Szene setzte sich bei den Frauen Andrea Meier (Uster). Die 24-Jährige forderte die beiden Spezialistinnen Kosgei und Betty Chepkwony (ebenfalls Kenia) als Einzige bis fast zum Schluss. Als Vierte und Fünfte ebenfalls vorzüglich gelaufen waren die Mittelsteckenläuferin

Lisa Kurmann (Winterthur) und die Orientierungslauf-Weltcup-Gesamtdritte Sabine Hauswirth (Kirchthurnen).