Weil die Beratungs- und Entscheidungsprozesse an das Priester- und an das Bischofsamt gebunden seien, könnten sich Frauen nicht einbringen: Auf Ebene der kirchlichen Ämter blieben Frauen prinzipiell ausgeschlossen, heisst es im Positionspapier.

Der Seelsorgerat spricht sich nun dafür aus, ein neues Amt der Diakonin "mit einem eigenständigen Charakter als Ergänzung zur bestehenden männlichen Ämterstruktur" zu schaffen. "Die Vielfalt und Vielschichtigkeit unserer Gesellschaft verlangt nach vielfältigen und vielschichtigen Diensten und Ämtern."

An Glaubwürdigkeit gewinnen

Der kantonale Seelsorgerat zeigt sich überzeugt davon, dass "die katholische Kirche mit diesem Aufbruch eine zukunftsgerichtete Antwort auf die Fragen der Zeit geben kann und damit an Glaubwürdigkeit gewinnt".

In seinem Positionspapier "Die Kirche braucht Diakonninen" verweist der Rat auch auf Papst Franziskus: Dieser habe signalisiert, dass nicht nur über, sondern mit den Frauen gesprochen werden solle.

Der kantonale Seelsorgerat ist das Beratungsgremium des Generalvikars Josef Annen, der als Stellvertreter des Bischofs von Chur für den Kanton Zürich verantwortlich ist.