Wie die Zürcher Sektion des VSLCH am Donnerstag mitteilte, haben an einer Verbandsumfrage 192 Schulleiterinnen und Schulleiter im Kanton Zürich teilgenommen. Alle sind im Verband organisiert.

54,3 Prozent der Teilnehmenden kommen zum Schluss, das Angebot an Lehrkräften sei gleich wie im vergangenen Jahr, über 29 Prozent meinen, es sei schlechter geworden. 16,5 Prozent bezeichnen das Angebot als besser.

Wenig Lehrkräfte für Integrative Förderung

Am meisten Mühe, die offenen Stellen besetzen zu können, haben die Schulleiterinnen und Schulleiter, wenn es um Fachlehrpersonen für die Integrative Förderung geht. 53,4 Prozent geben an, es sei schwierig, geeignete Lehrpersonen zu finden - und 34,6 Prozent bezeichnen die Situation in diesem Bereich als «aussichtslos».

Auch wenn es um die Besetzung von Stellen im Kindergarten, auf den Sekundarstufen 1 und 2 (tieferes und höheres Niveau) sowie bei den Primarschul-Fachlehrkräften geht, sehen die Schulleiterinnnen und Schulleiter schwarz. Zwischen 60 und 78 Prozent bekunden Mühe damit, solche Stellen zu besetzen.

Mehrheitlich mit den Eingestellten zufrieden

Wenn es um die Qualität der eingestellten Lehrpersonen geht, sind die Schulleiterinnen und Schulleiter aber nicht gleich pessimistisch wie bei der Frage der Stellenbesetzung. Gut 61 Prozent geben an, das Profil der Lehrpersonen habe meistens mit dem Stellenprofil überein gestimmt.

Und 86,6 Prozent finden, die eingestellten Lehrpersonen hätten den Qualitätsansprüchen der Schule ganz oder teilweise genügt. Nach Meinung des Zürcher Schulleiterverbandes (VSLZH) muss für eine Entspannung der Situation auf dem Lehrer-Stellenmarkt, der Beruf attraktiver gemacht werden.

Dafür müsse die Zahl der Pflichtlektionen gesenkt und der unterschiedlichen Belastung von Klassen- und Fachlehrkräften Rechnung getragen werden.