Mehrere Winterthurer Jugendliche hatten sich in jüngster Vergangenheit radikalisiert und in Syrien der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen. Dies hatte zwei Stadtzürcher SVP-Gemeinderäte aufgeschreckt. Sie wollten vom Stadtrat wissen, ob er von jungen Stadtzürcher Dschihadreisenden wisse.

Dem Stadtrat sind aber weder Schülerinnen und Schüler der Volksschule noch andere Jugendliche aus der Stadt Zürich bekannt, die in den Dschihad reisten oder aus dem Dschihad zurückgekehrt sind, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Antwort heisst.

Sollten Jugendliche nachweislich aus dem Dschihad in die Stadt Zürich zurückkehren, würde die zuständige Jugendanwaltschaft ein Strafverfahren eröffnen, heisst es weiter.

Gemäss Stadtrat kommt es vor, dass Schülerinnen und Schüler auf Facebook IS-Flaggen "liken" oder auf ihren Handys entsprechendes Text- oder Filmmaterial besitzen oder weiter versenden.

Da diese Handlungen möglicherweise strafrechtlich relevant sind, hat die Fachstelle für Gewaltprävention (FfG) des Schul- und Sportdepartements in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei und dem Nachrichtendienst des Bundes einen Leitfaden "Radikalismus" erarbeitet. Dieser Leitfaden enthält einen Ablauf zum Vorgehen bei einer Radikalisierung.

Weiter veranstaltet die FfG zu Themen im Zusammenhang mit Islamismus regelmässig Weiterbildungen in der Stadt Zürich für Fachpersonen, Lehrpersonen, Schulleitungen und Behördenmitglieder.