Zürich

Zürcher Regionalzeitungen zeigen sich im neuem Mantel

Landbote, Zürcher Unterländer und co. im neuen Gewand

Landbote, Zürcher Unterländer und co. im neuen Gewand

Die Zürcher Regionalzeitungen sind heute erstmals im neuen Layout mit luftigerem Schriftbild und durchgehend sechsspaltigem Layout erschienen. Am auffälligsten ist die Neuerung beim Winterthurer «Landboten»: Statt vier gibt es nur noch zwei Bünde.

Während "Zürcher Oberländer", "Zürcher Unterländer" und "Zürichseezeitung" schon bisher ihre Inhalte auf zwei Bünde verteilten, waren es beim "Landboten" deren vier. Nun wurde dies angepasst. In Bund eins geht es um Winterthur und die Region. Er enthält zudem das "Panorama" sowie Service-Seiten wie Veranstaltungen, TV- und Radioprogramme, Todesanzeigen und Wetter.

Der zweite Bund öffnet den Blick über die Region Winterthur hinaus: Kanton Zürich, Inland und Ausland, Kultur, Börse, ein ausführlicher Sportteil und zum Abschluss "die Letzte" mit vermischten Meldungen. Eine eigene Wirtschaftsseite gibt es nicht mehr - die entsprechende Berichterstattung wird in die Inland- und Auslandseiten integriert.

Im Januar hatte die Tamedia den "Landboten" gekauft und wurde damit Besitzerin des gesamten Verbundes der Zürcher Regionalzeitungen (ZRZ). Eine Umstrukturierung brachte unter anderem eine engere Kooperation der Verbundzeitungen untereinander und mit der "Berner Zeitung" im Inland- und Ausland-Teil.
Sechs Kündigungen, zwei Frühpensionierungen

Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer hatte im Januar erklärt, die Umstrukturierung ziehe Stellenverschiebungen und einen Abbau von rund 25 Vollzeitstellen an allen ZRZ-Redaktions-Standorten nach sich. Wie er nun am Dienstag zur Nachrichtenagentur sda sagte, rechnet man heute damit, dass "am Schluss sechs Kündigungen und zwei Frühpensionierungen" ausgesprochen werden müssen.

Kurz nach dem Erwerb des "Landboten" sei man noch nicht im Detail über die Stellensituation informiert gewesen, sagte Zimmer. Es habe sich gezeigt, dass es bereits ein paar Vakanzen gab. Einzelne Mitarbeitende verliessen den Verbund seither, einzelne wechselten intern - etwa zur "Berner Zeitung" oder zum "Tages-Anzeiger".

Für die Entlassenen gibt es einen Sozialplan, der allerdings bei der Gewerkschaft Kritik hervorgerufen hat. Überdies werden Möglichkeiten für verlagsinterne Weiterbeschäftigungen geprüft und es gibt eine Härtefall-Fonds. Teilweise seien Kündigungsfristen verlängert worden, sagte Zimmer. Die Veränderungen seien deshalb noch im Gange und eine abschliessende Bilanz noch nicht möglich. (sda)

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