Strassenbauprogramm

Zürcher Regierungsrat will siedlungsverträglichere Kantonsstrassen

Bei der Kreuzung Bibelaas in Ottenbach zweigt der A4-Zubringer auf die neue Umfahrungsstrasse Richtung Obfelden ab. Das angrenzende Flachmoor wird geschützt und auf vielfältige Weise ökologisch aufgewertet.

Bei der Kreuzung Bibelaas in Ottenbach zweigt der A4-Zubringer auf die neue Umfahrungsstrasse Richtung Obfelden ab. Das angrenzende Flachmoor wird geschützt und auf vielfältige Weise ökologisch aufgewertet.

Das Bauprogramm für Zürcher Staatsstrassen 2016-2018 rechnet mit jährlichen Nettoinvestitionen von rund 100 Millionen Franken.

Mit zahlreichen Massnahmen will der Regierungsrat zudem die Verkehrssicherheit auf den Strassen erhöhen und dicht besiedelte Gebiete in der Agglomeration besser erschliessen, wie er in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Das Verkehrsmanagement auf dem Staatsstrassennetz wird weiterhin an Bedeutung gewinnen. Mit den Konzepten zur Regionalen Verkehrssteuerung (RVS) wird eine Verstetigung des Verkehrsflusses angestrebt.

So sollen die Reisezeiten im motorisierten Individualverkehr und im öffentlichen Verkehr auf den Strassen auch bei weiterem Verkehrswachstum verlässlich bleiben. Am weitesten fortgeschritten sind RVS-Projekte im Glatt- und im Limmattal.

Auch in den kommenden Jahren will der Regierungsrat in die Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fussgänger in Siedlungsgebieten investieren. Rund 10 Millionen Franken stehen jährlich für Schutzvorrichtungen oder kombinierte Rad-/Gehwege zur sicheren Erschliessung von Neubaugebieten zur Verfügung.

Auch beim Veloverkehr wird die Verbesserung der Sicherheit - insbesondere auf Schulwegen - vorangetrieben. Mit der Erarbeitung eines Velonetzplanes findet gemäss Mitteilung erstmals eine systematische Planung der Veloinfrastruktur im Kanton sowie in den Regionen und Gemeinden statt. Der Velonetzplan löst die Radwegstrategie von 2006 ab.

Ausbau der Strasse durch Bülacher Hardwald ab 2020

Drei Strassenprojekte werden in der Mitteilung erwähnt, die im Bauprogramm weiter vorangetrieben werden. Das Vorprojekt für den Ausbau der Schaffhauserstrasse durch den Bülacher Hardwald ist im Frühling 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Ohne Verzögerungen sei der Ausbau ab 2020 möglich, schreibt der Regierungsrat.

Beim Autobahnzubringer Ottenbach/Obfelden erfolgt voraussichtlich Ende Jahr die Projektfestsetzung. Der Baubeginn wird nicht vor 2018 erwartet, da mit Einsprachen gerechnet wird. Die Bauzeit wird vier Jahre betragen.

Der Bau der Umfahrung Eglisau ist ab 2020 geplant. Die im Richtplan vorgesehene Linienführung wurde Ende 2013 durch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) als nicht bewilligungsfähig beurteilt. Das Gutachten der ENHK zur alternativen Linienführung werde Grundlage für den Entscheid über das weitere vorgehen bilden, heisst es in der Mitteilung.

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