Die Hauptnutzfläche auf dem Irchel-Campus wird mit «Irchel 5» um rund 14'000 Quadratmeter vergrössert, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte. Die zusätzlichen Flächen entfallen hauptsächlich auf Laboratorien, Forschungs- und Serviceeinrichtungen im Departement Chemie.

Der neue Bau sei eine notwendige Voraussetzung für die dringende Sanierung der veralteten ersten Bauetappe. Diese wurde 1973 in Angriff genommen. Die Bauten weisen laut Regierungsrat «teilweise gravierende bauliche und sicherheitsrelevante Mängel» auf.

Zudem entsprächen sie nicht mehr den geltenden Vorschriften. Dies habe zur Folge, dass etwa die Chemie nicht mehr alle Labors für ihre Zwecke nutzen könne.

Der Kredit muss noch vom Kantonsrat genehmigt werden. Ziel ist es, nach der Zustimmung des Parlaments die Bauten innerhalb von drei Jahren fertig zu stellen. Die Neubauten sollen ab dem Wintersemester 2018/19 genutzt werden.

Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich haben 1971 der teilweisen Verlegung der Universität Zürich an den Standort Irchel zugestimmt. Die letzte und vierte Ausbauetappe wurde 1998 abgeschlossen.

Ausbau der Studienbibliothek Zürich-Irche

Die in der ehemaligen landwirtschaftlichen Schule Strickhof untergebrachte Studienbibliothek auf dem Gelände der Universität Zürich-Irchel soll zu einem Lernzentrum ausgebaut werden. Der Regierungsrat hat dafür gebundene Ausgaben von gut 6 Millionen Franken bewilligt.

Da die Zahl der Studierenden in den letzten Jahren stark zugenommen habe, mangle es inzwischen an genügend Arbeitsplätzen, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Im neuen Lernzentrum würden deshalb weitere, dringend benötigte Plätze für das Selbststudium geschaffen.