Anpassung

Zürcher Regierung will psychiatrische Versorgung neu regeln

Psychiatriezentrum in Rheinau

Psychiatriezentrum in Rheinau

Bis Ende 2011 will der Zürcher Regierungsrat die psychiatrische Versorgung den neuen gesetzlichen Vorgaben des Bundes anpasen. Bis dann soll unter anderem entschieden werden, welche psychiatrischen Kliniken die Grundversorgung sicherstellen.

In Ergänzung zur Spitalplanung im Bereich der Akutspitäler und der Rehabilitation wird nun auch die Planung der psychiatrischen Versorgung angegangen. Dazu hat der Regierungsrat jetzt das Projekt Psychiatrieplanung 2012 gestartet.

Die Psychiatrieplanung 2012 wird in drei Etappen erfolgen: Der «Versorgungsbericht Psychiatrie» legt zunächst den bisherigen Bedarf an stationären psychiatrischen Leistungen sowie eine Bedarfsprognose bis ins Jahr 2020 dar. Dabei werden demografische und ökonomische Entwicklungen wie auch zu erwartende Entwicklungen bei der Inanspruchnahme von psychiatrischen Versorgungsleistungen berücksichtigt. Der «Versorgungsbericht Psychiatrie» wird im Frühjahr 2011 publiziert.

In der zweiten Etappe werden die Kliniken evaluiert, eine provisorische Spitalliste und vorläufige Leistungsaufträge definiert. Dabei werden gemäss den gesetzlichen die Qualität, die Wirtschaftlichkeit und die Zugänglichkeit der Versorgungsleistungen berücksichtigt. Die Ergebnisse der Evaluation werden im Sommer 2011 im «Strukturbericht Psychiatrie» zusammengefasst.

In einem letzten Schritt soll bis Ende 2011 die revidierte Spitalliste Psychiatrie 2012 vom Regierungsrat verabschiedet und gleichzeitig mit der neuen Spitalliste Akutsomatik und Rehabilitation auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzt werden.

Hintergrund des Projekts ist das revidierte Krankenversicherungsgesetz (KVG). Es zwingt die Kantone, die Spitalfinanzierung und -planung neu zu regeln. (rsn)

Meistgesehen

Artboard 1