Mit der Photovoltaikanlage könnte rund 13 Prozent des Stroms erzeugt werden, welche die Schule benötige, hielt der Zürcher Regierungsrat in seiner Stellungnahme zum Postulat fest. Abklärungen hätten zudem ergeben, dass die Anlage aus kantonaler Sicht wirtschaftlich betrieben werden könnte.

Solarzellen auf dem Dach der Kantonsschule waren zunächst nicht Bestandteil des Kredites für den Neubau - sie wurden vom Regierungsrat als nicht notwendig angesehen. Denn das Schulgebäude wird nach Minergie-P-eco-Richtlinien erstellt und übertrifft nach Angaben der Regierung damit bereits "die Vorgaben an die Nachhaltigkeit von kantonalen Gebäuden".

Auf ein Postulat hin, das von GLP, CVP und BDP eingereicht und im Juli mit 84 Stimmen für dringlich erklärt wurde, will die Regierung das Projekt nun dennoch um die Photovoltaikanlage ergänzen. Die Investitionskosten können dank der eingestellten Reserve innerhalb des bewilligten Kredits gedeckt werden.

Das dringliche Postulat wurde am Montag mit 121 zu 53 Stimmen an den Regierungsrat überwiesen. Einzig die SVP sprach sich aus formalen Gründen dagegen die Überweisung aus.

Die anderen Fraktionen stellten sich hinter das Anliegen. "Es wäre eine verpasste Chance, wenn das neue Dach nicht genutzt würde", sagte Theres Agosti Monn (SP, Turbenthal). Wie die Fenster zu einer Immobilie, so würde auch eine Photovoltaik-Anlage auf das Dach gehören, meinte Martin Neukom (Grüne, Winterthur).