Auf den Quartierstrassen werden Schneepflüge für ein Durchkommen sorgen. Die Strassen und Wege werden aber nicht schwarz geräumt. Solange der Schnee griffig ist, kann man dort - mit der gebotenen Vorsicht - gut gehen. Drohen Schnee- und Eisglätte, kommt aber doch auch Salz auf die Strassen.

Für Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) sei Sicherheit und Mobilität auch weiterhin «oberstes Gebot», teilte die Verwaltungsabteilung am Mittwoch mit.

Neue Strategie wegen Salzmangels

Auch eine neue Technik kam diesen Winter zum Einsatz: Es wird eine Salzlösung (Sole) auf die Strasse gesprüht, und zwar bevor es friert. Damit kann die Bildung von Glatteis verhindert werden - was wiederum Streusalz sparen hilft. Gerade im letzten Winter mit häufiger Nässe, die dann gefror, habe sich das Solesprühen bewährt, heisst es in der Mitteilung. Es werde auch künftig angewandt.

Der Stadtrat hatte die neue Strategie am 14. Dezember 2011 beschlossen. Nötig war die Änderung wegen des Salzmangels in Europa. ERZ hatte nur noch dort Salz eingesetzt, wo es wirkich nötig war.

Steinchen und Sand machen vieles kaputt

Kies wird seit einiger Zeit gar nicht mehr gestreut, wie eine ERZ-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Steinchen, vermischt mit Sand machten vieles kaputt. Sie gerieten etwa in Tramschienen und beschädigten ebenerdige Türen und dergleichen.

Nach der ersten Saison mit dem neuen Winterdienst zieht das ERZ eine positive Bilanz. Der Salzverbrauch sei im Vergleich zu den Frosttagen gesunken. Gleichzeitig seien Sicherheit und Mobilität gewährleistet gewesen.

Im Winter 2011/12 wurden 56 Frosttage und eine Gesamtschneemenge von 52 Zentimetern registriert. Das sind sieben Tage und 53 Zentimeter weniger als im Durchschnitt der letzten sieben Winter. Das ERZ hatte 13 grosse und 79 kleinere Einsätze und streute rund 2000 Tonnen Salz. In den letzten sieben Wintern waren es 3400 Tonnen gewesen.