Die Zeitung „Der Sonntag" berichtet unter Berufung auf das Bundesamt für Justiz, dass Benji D. seine Strafe in Deutschland absitzen muss. Am 17. Januar hatte Benjis Anwalt - der Starverteidiger Steffen Ufer - die Überstellung in die Schweiz beantragt.

Das Bayerische Staatsministerium der Justiz in München wollte daraufhin vom Bundesamt für Justiz (BJ) in Bern wissen, ob die slowenische Staatsangehörigkeit von Benji D. einer solchen Massnahme entgegensteht. In seinem Antwortschreiben vom 7. Juli teilte das BJ mit, dass die schweizerischen Behörden das Ersuchen ablehnen, wie Sprecher Folco Galli dem «Sonntag» bestätigt. «Die Schweiz kann ein Überstellungsgesuch nur behandeln, wenn der Gesuchsteller schweizerischer Staatsbürger ist», sagt Galli. Es folgte ein Schreiben vom 2. August aus München.

Überstellung in die Schweiz nicht zugestimmt

Darin teilte das Bayerische Staatsministerium der Justiz mit, dass es aus «general- und spezialpräventiven Gründen» einer Überstellung des slowenischen Jugendlichen in die Schweiz zur weiteren Strafvollstreckung nicht zustimmen kann - das Überstellungsgesuch wurde abgelehnt. Bereits zurück in der Schweiz und auf freien Fuss ist Ivan Z.*, der eine Strafe von 2 Jahren und 10 Monaten erhielt. Er wurde unter der Bedingung aus der Haft entlassen, nicht mehr nach Deutschland einzureisen.

Wie Benji D. bleibt auch Mike B.* in Deutschland in Haft. Er wurde vom Landgericht München als Initiator der Angriffe auf insgesamt fünf Passanten angesehen. Mit 7 Jahren bekam er die höchste Strafe - wegen versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung. Sein Anwalt in München hat unterdessen beim Oberlandesgericht in Karlsruhe die Revision beantragt, wie die Familie von Mike B. bestätigt. Solange das Urteil nicht rechtskräftig ist, steht eine Überführung in die Schweiz nicht zur Debatte. «Wir müssen einfach warten», sagt seine Mutter.