In Deutsch (83 Prozent) und Mathematik (82 Prozent) erfüllten die Schüler die vorgegebenen Ziele, heisst es in einer Medienmitteilung der Zürcher Bildungsdirektion. Die Aussagen basieren auf der Lernstandserhebung 2009. Diese wurde von der Pädagogischen Hochschule Zürich und dem Institut für Bildungsevaluation bei rund 2000 Kindern durchgeführt.

Bereits Ende der dritten Klasse öffne sich zwischen den besten und den schlechtesten Schülern eine Leistungsschere. Zu den guten Schülern zählten vor allem sozial privilegierte Kinder, während bei den Leistungsschwachen viele sozial benachteiligt seien.

Sozial Benachteiligte erhalten tiefere Noten

Der soziale Hintergrund wirke sich auch auf die Benotung der Kinder aus: Sozial Benachteiligte mit fremder Muttersprache erhielten tiefere Noten als sozial Privilegierte. In Klassen mit vielen guten Schülern verteilten die Lehrer tiefere Noten. Seien in einer Klasse viele Schüler nicht so gut, erhielten sie eher gute Noten.

Die Bildungsdirektion verfolgt die Entwicklung seit 2003. Sie prüft, ob Schüler im Kanton Zürich beim Übertritt in die Sekundarstufe I einen standardisierten Test absolvieren sollen. Dieser könne für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit sorgen.