Das rekordtiefe Zinsniveau sowie die steigende Lebenserwartung auch nach der Pensionierung hätten einen grossen Einfluss auf die langfristige Finanzierung der Renten, schreibt die BVK in einer Mitteilung vom Donnerstag. Weil sich das Umfeld zu Ungunsten der Pensionskassen entwickelt habe, müsse nun gehandelt werden.

Die BVK senkt auf 2017 den technischen Zins von heute 3,25 Prozent auf 2 Prozent, wie es weiter heisst. Als Folge davon müssten auch die Renten-Umwandlungssätze nach unten angepasst werden. Diese bestimmen, wie viel Prozent des angesparten Kapitals jährlich als Rente ausbezahlt werden.

Mit den angekündigten Änderungen werde die systemfremde Umverteilung von den Aktivversicherten zu den Rentenbeziehenden gestoppt. Als weitere Massnahme müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber künftig höhere Sparbeiträge entrichten. Gleichzeitig werden aufgrund der günstigen Entwicklung die Risikobeiträge reduziert.

Im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre rund um die BVK haben die Verantwortlichen zudem entschieden, definitiv auf rechtliche Schritte gegen den Kanton zu verzichten. Der Stiftungsrat erachtet dies als "nicht zielführend und nicht im Interesse der Pensionskasse", wie es weiter heisst.