Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, teilweise vertrauliche Informationen aus dem elektronischen Polizeisystem (POLIS) an Personen aus dem Rotlichtmilieu weitergeleitet zu haben.

Die Untersuchungshaft wurde nicht zeitlich befristet. Das heisst, sie gilt für drei Monate. Danach müsste die Staatsanwaltschaft ein neues Gesuch stellen, wie Corinne Bouvard, Medienbeauftragte der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda am Freitag mitteilte.

Die Polizisten stehen ausserdem im Verdacht, Personen aus dem Milieu vor geplanten Polizeikontrollen gewarnt und auf Anzeigen verzichtet zu haben. Dafür sollen sie sexuelle Dienstleistungen sowie Gratisgetränke und Essen in Anspruch genommen haben. Die Beamten bestreiten dies.

Auch die übrigen Anträge der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft wurden bestätigt. Diese betreffen sechs Personen aus dem Umfeld eines Lokals im Zürcher Rotlichtmilieu, in dem am Montag eine Razzia stattgefunden hatte sowie eine weitere Person. Die Festgenommenen sollen Kreditkarten von Gästen und Freiern missbraucht haben, indem sie nicht erbrachte Leistungen abbuchten.

Wenn die Haftgründe entfallen, kann die Staatsanwaltschaft Personen auch vor Ablauf der drei Monate entlassen. Zudem können diese jederzeit ein Gesuch um Haftentlassung stellen, wie die Oberstaatsanwaltschaft mitteilte. Nähere Angaben zu den Personen machte sie nicht.