Der Liegenschaftenbesitzer, der für die Wohnungen in seinen verlotterten Häusern im Zürcher Langstrassenquartier überrissene Mietzinse eingesteckt haben soll, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das Strafverfahren wegen Verdachts auf gewerbsmässigen Wucher geht aber weiter.

Gammelwohnung in Zürich: Ein Bewohner erzählt.

Gammelwohnung in Zürich: Ein Bewohner erzählt.

Der Besitzer der drei Häuser, ein Hausabwart sowie zwei weitere Mitarbeitende waren am 20. Oktober festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt worden. Drei der vier Personen wurden nun wieder auf freien Fuss gesetzt, wie Corinne Bouvard, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, am Dienstag eine Meldung der «NZZ» bestätigte. Noch in U-Haft sei der Abwart - hier müsse man «noch mehr abklären».

Gegen die vier Beschuldigten wurde ein Strafverfahren wegen Verdachts auf gewerbsmässigen Wucher eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten Mietzinse verlangt, die angesichts der verlotterten Wohnungen völlig unangemessen seien. Damit habe man die Notlage der Mieterinnen und Mieter ausgenutzt.

Im Oktober hatten Kantons- und Stadtpolizei Zürich sowie die Staatsanwaltschaft Ermittlungen vorgenommen und in den drei Häusern mehr als 120 Bewohnerinnen und Bewohner befragt. Gleichzeitig erfolgten Hausdurchsuchungen beim Hausbesitzer und bei den Mitarbeitenden.

Die Vermieter dieser Gammelwohnungen wurden am 20.Oktober 2015 verhaftet.

Die Vermieter dieser Gammelwohnungen wurden am 20.Oktober 2015 verhaftet.