Verlagswesen

Zürcher Literaturverlage erhalten Zustupf von Kanton und Stadt

Die Aufhebung des Mindestkurses hat viele Schweizer Verlage in eine missliche Lage gebracht – die Beiträge sollen Abhilfe schaffen. (Symbolbild)

Die Aufhebung des Mindestkurses hat viele Schweizer Verlage in eine missliche Lage gebracht – die Beiträge sollen Abhilfe schaffen. (Symbolbild)

Zürcher Literaturverlagen wird von Seiten des Kantons und von der Stadt Zürich finanziell unter die Arme gegriffen – zumindest für das Jahr 2015. Dies aufgrund der Aufhebung der Euro-Untergrenze.

Zürcher Literaturverlage erhalten finanzielle Unterstützung vom Kanton und von der Stadt Zürich. Die Beiträge für die Repräsentationsarbeit der Verlage im In- und Ausland gelten einmalig für das Jahr 2015. Hintergrund der Sofortmassnahme ist die Aufhebung der Euro-Untergrenze.

Die Beiträge dienen zum Erhalt der vielfältigen lokalen Verlagslandschaft und sollen die Literaturszene insgesamt stärken, wie die Stadt in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

Die Aufhebung des Mindestkurses habe die Schweizer Verlage in eine schwierige und teilweise existenzbedrohende Lage gebracht. Professionelle Verlage mit vorwiegend literarischem Programm sollen deshalb einmalige Beiträge erhalten.

Mit der Unterstützung wollen Stadt und Kanton eine Überbrückung schaffen bis die vorgesehene Verlagsförderung des Bundes in Kraft tritt. Vergeben werden Beiträge von je bis zu 15'000 Franken, insgesamt maximal 160'000 Franken, je zu gleichen Teilen von Stadt und Kanton. Gesuche können bis zum 31. Mai eingereicht werden.

Der Diogenes-Verlag hatte Anfang des Monats seinen Auftritt an der nächsten Frankfurter Buchmesse abgesagt, weil er wegen der Aufhebung der Euro-Untergrenze zu "sehr schmerzhaften Sparmassnahmen" gezwungen sei.

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