Lehrerpersonalgesetz

Zürcher Lehrer erhalten künftig eine Verpflegungszulage

Lehrer erhalten im Kanton Zürich künftig eine Verpflegungszulage.  (Symbolbild, Archivbild)

Lehrer erhalten im Kanton Zürich künftig eine Verpflegungszulage. (Symbolbild, Archivbild)

Der Zürcher Regierungsrat plant Änderungen im Personalrecht für Lehrpersonen. Kleine Arbeitspensen werden nur noch in Ausnahmefällen bewilligt. Bei Neuanstellungen wird eine Probezeit eingeführt. Und ab 2012 gibts es eine Verpflegungszulage.

Die vom Regierungsrat beantragten Änderungen im Lehrerpersonalrecht führten zu Entlastungen und Vereinfachungen sowie einem grösseren Spielraum für die Gemeinden, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Einiges regelt die Kantonsregierung in eigener Kompetenz.

Die Zürcher Staatsangestellten erhalten Lunchchecks. Aus Gründen der Rechtssicherheit hat die Kantonsregierung beschlossen, dass es für Lehrpersonen sowie Schulleiterinnen und Schulleiter einen entsprechenden Verpflegungsbeitrag gibt. Der Betrag wird pauschal entsprechend dem Pensum ausgerichtet und beträgt bei einem Vollpensum 100 Franken pro Monat.

Die Verpflegungszulage kostet den Kanton pro Jahr 3,2 Millionen Franken und die Gemeinden 6,8 Millionen Franken. Da diese Mittel für 2011 noch nicht budgetiert seien, würden sie erst ab 2012 ausgerichtet, heisst es in der Mitteilung. Auf die Abgabe von Lunchchecks für die 15'000 Lehrpersonen will der Kanton verzichten, weil der administrative Aufwand zu gross sei.

Mindestens 10 Lektionen pro Woche

Durch die zunehmende Zahl von sehr kleinen Arbeitspensen werde die Organisation des Schulbetriebs erschwert, schreibt der Regierungsrat. Deshalb solle das Mindestpensum einer Lehrperson auf zehn Wochenlektionen festgelegt werden. Kleinere Pensen sind dann nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Im Kindergarten soll es pro Klasse höchstens zwei Lehrpersonen geben, an der Primarschule drei. Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen werden nicht mitgerechnet.

Die gesetzliche Verpflichtung für Schulleiterinnen und Schulleiter, mindestens vier Lektionen zu unterrichten, wird gestrichen. In Einzelfällen werde es in Zukunft auch möglich sein, jemanden mit der Schulleitung zu betrauen, der kein Lehrdiplom besitzt.

Unterrichten ohne Diplom

Eingeführt wird eine Probezeit bei neu angestellten Lehrerinnen und Lehrern. Kündigungen werden vor den Herbstferien und Weihnachtsferien möglich sein.

Eine neue Regelung gibt es für die Öffnung der Anstellungsbedingungen bei Lehrermangel. Schulbehörden sollen bei Lehrermangel auch Lehrpersonen anstellen können, die nicht über eine von der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) anerkannte Zulassung verfügen. Eine solche Anstellung kann höchstens für ein Jahr erfolgen.

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