Die Mehrheit kam wegen der Unterstützung durch die linke Ratsseite sowie der Mitteparteien zustande. Der Regierungsrat muss nun prüfen, wie ein Ausbauplan für den ganzen Kanton Zürich aussehen könnte.

Das Postulat fordert neben einem Ausbauplan auch, dass Anlagen, die rentabel betrieben werden könnten, "sofort realisiert" werden. Bei Neubauten und Dachsanierungen sei zudem immer der Bau einer Solar-Anlage zu prüfen.

Kanton soll als Beispiel vorangehenErstunterzeichner Martin Neukom (Grüne, Winterthur) betonte in der Debatte, dass die Bevölkerung nicht befürchten müsse, dass jedes Kirchendach verbaut werde. Der Regierungsrat, und dabei vor allem SVP-Baudirektor Markus Kägi, werde da sicher mit Augenmass vorgehen.

Die Postulanten argumentierten, dass der Kanton Zürich die Gelegenheit nutzen müsse und als Beispiel vorangehen solle. Die Produktionspreise für Solarstrom seien in den letzten 10 Jahren um 75 Prozent gesunken - von 70 auf 18 Rappen pro Kilowattstunde. Gleichzeitig wurden die Solar-Anlagen immer günstiger.

Mittlerweile ist die Netzparität erreicht. Das heisst, dass Solarstrom gleich viel oder gar weniger kostet als der Strombezug "traditioneller" Energie aus dem Netz. Anlagen können somit rentabel betrieben werden, ohne Unterstützung durch Subventionen.