Selten gab ein Strassenbauprojekt im Zürcher Kantonsrat so viel zu reden: Nach knapp vier Stunden Debatte hat der Zürcher Kantonsrat am Montag beschlossen, auf das Rosengarten-Projekt einzutreten. Es geht um 1,1 Milliarden Franken. Das letzte Wort dürfte das Volk haben.

Der Entscheid, im Detail über die Vorlage zu reden, fiel mit 106 zu 61 Stimmen. Für Eintreten auf den Rosengartentunnel und das dazugehörende Tram durch die Rosengartenstrasse stimmten SVP, FDP, EDU, EVP und CVP. Gegen das Milliardenprojekt stimmten Grüne, GLP, AL, BDP und eine Mehrheit der SP. Die Detailberatung findet aus Zeitgründen erst in der kommenden Woche statt.

Bereits jetzt ist absehbar, dass das Volk das letzte Wort haben wird. Grüne und VCS kündigten bereits das Referendum an. Sie befürchten, dass das Tunnelprojekt mehr Autoverkehr generiert.

Mit dem Milliardenprojekt soll die stark befahrene Rosengartenstrasse zur Quartierstrasse werden. Der Verkehr soll durch einen neuen Tunnel geleitet werden. Auf der Rosengartenstrasse soll zudem ein Tram verkehren. (sda)