Die E-Mail von SVP-Kantonsrat Zanetti stand im Zusammenhang mit der Affäre um die Entlassung von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli als Leiter des Medizinhistorischen Museums und die von ihn betreuten Doktorarbeiten und war an die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli gerichtet.

Zanetti schrieb darin, Riklin habe in der Wandelhalle des Nationalrats über einen Expertenbericht zu den Dissertationen gesprochen und damit ihr Amtsgeheimnis als Mitglied des Universitätsrats verletzt. "Neben der Frage, was ein Waschweib in einem so wichtigen Gremium wie dem Universitätsrat zu suchen hat, stellt sich zunächst jene nach strafrechtlichen Konsequenzen", schrieb Zanetti und forderte Aeppli auf, eine Strafanzeige einzureichen.

Die Bildungsdirektion antwortete Zanetti, man habe den Sachverhalt abgeklärt und sehe keine Veranlassung für eine Strafanzeige. Mittlerweile hat Mörgeli selber Riklin angezeigt. Riklin sagt, der Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung sei lächerlich. Zur Verwendung des Wortes "Waschweib" durch Zanetti sagt die CVP-Nationalrätin, wenn einer wie Zanetti "ununterbrochen auf Twitter plappert und bereits 23700 Tweets ausgestossen hat, einen solchen Begriff braucht, disqualifiziert er sich selber".