Gesundheit

Zürcher Gesundheitsdirektion beendet Verfahren gegen See-Spital

Zürcher Gesundheitsdirektion beendet Verfahren gegen See-Spital.

Zürcher Gesundheitsdirektion beendet Verfahren gegen See-Spital.

Die Zürcher Gesundheitsdirektion hat das aufsichtsrechtliche Verfahren gegen das See-Spital abgeschlossen. Dahinter steht eine monatelange Auseinandersetzung über Unregelmässigkeiten an der Schmerzklinik in Horgen.

Ein grosser Teil der im administrativen und organisatorischen Bereich festgestellten Mängel wurde mittlerweile behoben.

Im vergangenen Jahr waren gegen das See-Spital öffentlich zahlreiche Vorwürfe erhoben worden.

Sie betrafen die Schmerzklinik und deren damaligen Leiter sowie die Spitalführung. Die Zürcher Gesundheitsdirektion hatte deshalb eine Prüfung angeordnet und im Oktober erste aufsichtsrechtliche Anordnungen getroffen.

Inzwischen hat sie das Verfahren abgeschlossen, wie sie in einer Mitteilung vom Montag schreibt.

Gewisse im vergangenen Herbst festgestellte Mängel hätten sich bestätigt. So wurden an der Schmerzklinik etwa die Patientendossiers lückenhaft geführt.

Die zuständige Spitalleitung hatte dies gemäss Mitteilung nicht erkannt oder war Hinweisen darauf nicht genügend konsequent nachgegangen.

Als Grund dafür sieht die Gesundheitsdirektion die mangelhafte Einbindung der Schmerzklinik und deren Leitung in die Spitalorganisation.

Zudem hatte der Leiter der Schmerzklinik die Krankenkassen mit falschen Angaben getäuscht. Er hatte zum Teil Injektionen vorgenommen, ohne die Eingriffe mit einem bildgebenden Verfahren zu kontrollieren.

Den Kassen gab er jedoch stets an, die Behandlung mit Bildgebung durchgeführt zu haben.

Zahlreiche Vorwürfe wurden entkräftet

Die Gesundheitsdirektion weist in ihrer Mitteilung aber auch darauf hin, dass eine Reihe weiterer öffentlich erhobener oder ihr zugetragener Vorwürfe gegenüber dem ehemaligen Klinikleiter und dem Spital nicht bestätigt wurden.

Dabei ging es etwa um die mangelhafte Aufklärung von Patienten oder die Vernichtung von Akten.

Mit den angeordneten Massnahmen werde das See-Spital verpflichtet, jene im administrativen und organisatorischen Bereich festgestellten Mängel zu beheben, die noch bestehen. Zahlreiche davon wurden nämlich bereits behoben, wie das See-Spital in einer Mitteilung schreibt.

So wurde die Schmerzklinik bereits im Herbst vollständig in die Organisation des See-Spitals integriert.

Zudem würden die Patientendossiers besser geführt und überwacht, schreibt das Spital. Auch die Einhaltung der Verträge mit den Chef- und leitenden Ärzten wird häufiger kontrolliert.

Über die Massnahmen, deren Realisierung längere Zeit in Anspruch nimmt, will das See-Spital der Gesundheitsdirektion regelmässig Bericht erstatten.

Dazu gehöre etwa die Stärkung der Zusammenarbeit mit den Belegärzten. Die Grundlagen dafür seien mit den Betroffenen bereits erarbeitet worden.

Die Gesundheitsdirektion weist in ihrer Mitteilung darauf hin, dass mit den angeordneten Massnahmen die Patientensicherheit am See-Spital vollumfänglich gewährleistet sei.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1