Das Gericht sprach den heute 39-jährigen Mann der vorsätzlichen Tötung und des vorsätzlichen Schwangerschaftsabbruchs schuldig. Es lastete dem Verurteilten nicht nur die Tötung der 38-jährigen Frau, sondern auch jene des ungeborenen Kindes an. Dazu kam ein Schuldspruch wegen Vergewaltigung einer zweiten Frau.

Der Beschuldigte hatte jegliche Tötungsabsicht bestritten und einen Unfall geltend gemacht. Die Frau - eine Fitness-Vizeweltmeisterin - habe ihn angegriffen, er habe sich bloss gewehrt. Seine Freundin sei hingefallen und habe sich dabei verletzt. Er habe erfolglos versucht, sie zu reanimieren.

Frau zu Boden geworfen

Gemäss Anklage kam es im Rahmen einer zunächst verbalen Auseinandersetzung in der Wohnung der Frau im Zürcher Kreis 6 zu Tätlichkeiten. Der damals 37-jährige habe seine Freundin gepackt und zu Boden geworfen.

Daraufhin habe er sich rittlings auf das am Boden liegende Opfer gesetzt, das im dritten Monat schwanger war, ihm mit einer Hand den Hals zugedrückt, bis sich die Frau nicht mehr bewegte.

Kurz darauf stand sie aber wieder auf und ging auf den Mann los. Dieser nahm sie in den Schwitzkasten und drückte, bis ein Halswirbel brach und die Nervenbahnen stark gequetscht wurden. Diese Verletzungen führten laut Anklageschrift zum Tod der Frau und des Embryos.

Ohne Polizei oder Sanität zu informieren, verliess der Mann die Wohnung. Dort wurde die Tote erst zwei Tage später entdeckt.