Höngg

Zürcher Gemeinderat für Verzicht - Streit um Villa findet ein Ende

Der Marktwert der denkmalgeschützten Villa Muralt beträgt 3,2 bis 4 Mio. Franken.

Der Marktwert der denkmalgeschützten Villa Muralt beträgt 3,2 bis 4 Mio. Franken.

Die Stadt Zürich verzichtet auf die Villa Muralt in Zürich-Höngg. Das Stadtparlament hat am Mittwoch einer Verzichtsvereinbarung einstimmig zugestimmt. Damit findet ein jahrelanger Streit um eine versprochene und dann widerrufene Schenkung ein Ende.

Der Streit geht auf einen Vertrag von 1997 zurück: Die Besitzerin der denkmalgeschützten Villa in Zürich-Höngg versprach der Stadt, ihr die Liegenschaft nach ihrem Ableben zu schenken. Es sollten dort Gäste von Stadt und Kanton, von ETH, Universität oder Tonhalle logieren.

Die Frau änderte allerdings ihre Meinung, nachdem die Stadt eine Nachbarliegenschaft gekauft und dort - nach Meinung der Villenbesitzerin - Fehler gemacht hatte.

2004 teilte sie dem Stadtrat mit, sie wolle den Schenkungsvertrag widerrufen. Weder Briefwechsel noch Besprechungen änderten etwas an diesem Meinungsumschwung.

2013 kam Bewegung in die Sache. Der Gemeinderat überwies eine SVP-Motion, welche vom Stadtrat verlangte, auf die Schenkung zu verzichten. Im September 2014 unterzeichneten dann Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) und die betagte Villenbesitzerin eine Verzichtsvereinbarung.

Da der Wert der Villa die stadträtliche Finanzkompetenz übersteigt, musste nun noch das Parlament der Verzichtsvereinbarung zustimmen. SP und AL enthielten sich der Stimme. Dies sei eine letzte schwache Protestnote, sagte der SP-Sprecher.

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