Sechseläuten

Zürcher Frauenzunft ehrt Mathilde Escher

Am kommenden Sechseläuten ehrt die Zürcher Gesellschaft zu Fraumünster Mathilde Escher. (Archivbild)

Am kommenden Sechseläuten ehrt die Zürcher Gesellschaft zu Fraumünster Mathilde Escher. (Archivbild)

Die Zürcher Gesellschaft zu Fraumünster ehrt am kommenden Sechseläuten Mathilde Escher. Sie hat als erste und bisher einzige Frau in Zürich eine Kirche erbauen lassen und eine Stiftung für behinderte Menschen gegründet.

Am kommenden Sechseläuten ehrt die Zürcher Gesellschaft zu Fraumünster Mathilde Escher (1808-1875).

1864 errichtete Mathilde Escher die St.-Anna-Kapelle. Im Erdgeschoss war fand ein Heim für körperbehinderte Kinder Platz. Die Kapelle stand dort, wo heute das Warenhaus St. Annahof steht.

Später wurde sie um ein paar Meter verschoben, wie die «Hohe Fraumünster-Frau» Regula Zweifel am Mittwoch zur Nachrichtenagentur sda sagte. Das Gotteshaus steht heute noch und wird von der evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich genutzt.

Ein Jahr nach dem Kapellenbau gründete Mathilde Escher eine Stiftung, die ihren Namen trug. Sie gab ihr Statuten, welche das langfristige bestehen der Einrichtung möglich machte, und "alimentierte sie mit viel Geld aus ihrem Vermögen", wie Zweifel sagte.

Dieses hatte sie von ihren Eltern geerbt: Mathilde Escher war die Tochter von Hans Caspar Escher und Anna von Muralt. Ihr Vater war Gründer der Maschinenfabrik "Escher, Wyss & Co". Sie stand der evangelischen Gesellschaft nahe.

Heute, 150 Jahr später, finanziert die Stiftung das Mathilde-Escher-Heim, ein Kompetenzzentrum für Menschen mit einer Muskelkrankheit, beim Zürcher Balgrist.

Escher sei eine Pionierin des Stiftungswesens, und sie sei die erste Frau, die in Zürich eine Kirche gründete und baute, sagte Zweifel. Es sei wichtig, Frauen zu ehren, welche "die Zukunft antizipiert haben" und nicht nur für den Moment wirkten.

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