Maria Fierz begegnete um 1903 in London der Sozialreformerin Octavia Hill und lernte die Settlement-Bewegung kennen, eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern für mehr inneren Zusammenhalt und mehr Gemeinschaft in der Gesellschaft.

Der innere Zusammenhalt der Stadtbevölkerung wurde zentrales Anliegen von Fierz, wie die Gesellschaft zu Fraumünster am Donnerstag mitteilte.

Wieder zurück in der Schweiz initiierte sie 1908 den ersten Fürsorgekurs. Die Fürsorgekurse waren so erfolgreich, dass daraus die Frauenschule entstand, die wiederum Grundlage für das heutige Departement Soziale Arbeit der Hochschule für angewandte Wissenschaften bildete.

Von 1917 bis 1944 war Fierz Präsident der Zürcher Frauenzentrale. Ihr Credo hiess: "Wer die Mitverantwortung der Frau für das öffentliche Leben ablehnt, der hat den Sinn der Demokratie nie wirklich erfasst."