William Shakespeare lebte von 1564 bis 1616. Das Jahr 2015 liegt somit zwischen seinem 450. Geburts- und seinem 400. Todesjahr. Die Zürcher Festspiele nehmen dies zum Anlass, Leben und Werk sowie die Zeit des englischen Dramatikers zu reflektieren.

Im Zentrum stehen wesentliche Themen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in der Renaissance: Geld, Macht und Liebe, die Shakespeare in seinem Werk scharfsinnig ins Spiel brachte und analysierte. Die beteiligten Institutionen legen den Fokus teils auf historische, teils auf zeitgenössische Aspekte dieser zeitlosen Themen.

Festspielpreis für Anna Viebrock

Das Eröffnungswochenende umfasst unter anderem zwei Konzerte in der Tonhalle, den Festvortrag zu Shakespeare von Adolf Muschg am Samstagmittag im Pfauen und Shakespeares "Tragödie von Romeo und Julia", ein Gastspiel des Thalia-Theaters Hamburg, am Samstagabend im Schauspielhaus. Im Schiffbau nimmt die Bühnenbildnerin Anna Viebrock am Sonntag den Festspielpreis entgegen.

Im Laufe des Festivals lädt die Hochschule der Künste zu einer musiktheatralischen Wanderung auf Shakespeares Spuren, an verschiedenen Orten gibts Gespräche und Lesungen zu den Themen Geld, Macht und Liebe.

Shakespeare überall: Im Schauspielhaus inszeniert Daniela Löffner "Ein Sommernachtstraum", das Rigiblick zeigt in 90 Minuten "Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)" und auf die Bühne am Neumarkt kommt Tom Stoppards "Rosenkranz und Güldenstern sind tot".

Shakespeare in Jazz und Film

Die Festspielpremiere am Opernhaus ist Vincenzo Bellinis "I Capuleti e i Montecchi", das Ballett Zürich lädt zur jungen Produktion "Romeo_Julia". Das Extrakonzert in der Tonhalle führt Werke der "Helden nach Shakespeare" auf (Mendelssohn, Tschaikowsky und Prokofjew). In der Tonhalle erklingt zudem italienische und englische Musik im Zeitalter Shakespeares.

Mit dem englischen Dramatiker und seiner Zeit befasst sich aber auch der Jazzclub Moods in einer Konzertreihe im Sommerpavillon des Museums Rietberg und das Filmpodium. Es zeigt in seinem Juni-Programm verfilmte Theaterstücke, unter anderem verschiedene Versionen der Tragödie "Romeo und Julia".

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