Der Vorstand stelle den liberal-bürgerlichen Einsatz für einen starken Kanton Zürich und eine unabhängige Schweiz über alle wahltaktischen Erwägungen, heisst es in einer Mitteilung vom Sonntag. Er lehne deshalb ein Päckli mit der SVP ab. Über den Antrag des Vorstandes entscheiden die FDP-Delegierten am 26. Mai.

Die SVP wolle gesamtschweizerisch mit ihren Kampfkandidaturen den Ständerat in eine "parteipolitische Kampfzone umfunktionieren", schreibt der FDP-Vorstand. Sie untergrabe damit den Föderalismus, welcher der Schweiz eine hohe politische Stabilität sichere. Das könne und wolle die FDP nicht unterstützen

Die SVP als wählerstärkste Partei drücke sich um die Verantwortung, wenn es um zukunftsweisende Entscheide gehe und untergrabe damit den Wohlstand. So geschehen sei dies beispielsweise mit der 180-Grad-Wende bei den Bilateralen Verträgen, bei der SP/SVP-Allianz gegen die 11. AHV-Revision oder beim Schlingerkurs zum Staatsvertrag mit den USA.