Vollenwyder-Nachfolge

Zürcher FDP-Parteivorstand soll zwei Stadtratskandidaten bringen

Zürcher Stadtrat Martin Vollenwyder tritt Mitte Mai zurück. (Archiv)

Zürcher Stadtrat Martin Vollenwyder tritt Mitte Mai zurück. (Archiv)

Der Parteivorstand der FDP Stadt Zürich soll der Delegiertenversammlung von heute Abend nicht nur Marco Camin, sondern auch Carmen Walker Späh als Kandidatin für die Nachfolge von Martin Vollenwyder vorschlagen. Die DV soll eine Auswahl haben.

Die Stadtzürcher FDP-Frauen reichen diesen Antrag am Montag dem Parteivorstand (PV) ein, wie Parteipräsident Michael Baumer eine Meldung von Radio 1 bestätigte. Der Parteivorstand (PV) werde sich vor der DV damit befassen und seine Stellungnahme abgeben. Sollte der PV den Antrag ablehnen, werde dieser wohl direkt an der DV gestellt, sagte Baumer gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Seit die Findungskommission vor einer Woche mitgeteilt hat, sie werde Marco Camin als einzigen Kandidaten vorschlagen, rumort es in der FDP. Ein Teil der Partei - namentlich die FDP-Frauen - kann nicht akzeptieren, dass der in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannte Camin mit geringem politischem Leistungsausweis der profilierten Carmen Walker Späh vorgezogen wird.

Diese ist als Kantonsrätin und Präsidentin der FDP-Frauen Schweiz bekannt. Geargwöhnt wird, dass Walker Spähs Engagement abseits der FDP-Parteilinie - etwa für eine Frauenquote - den Parteioberen nicht passe. Diese schielten all zu sehr auf das Wohlwollen der SVP, heisst es.

Meistgesehen

Artboard 1