Schmid-Federer möchte sich nach 11 Jahren im Nationalrat nunmehr auf ihr soziales Engagement für Menschen in Not ausserhalb der Politik konzentrieren. Dies sagte die Politikerin in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" vom Donnerstag. Schmid-Federer werde sich zudem Ende Juni um einen Sitz im Rotkreuzrat bewerben.

Dass sie ihre Partei, die CVP, mit ihrem Rücktritt in Schwierigkeiten bringe, sieht die Männedörfler CVP-Nationalrätin hingegen nicht. Auf eine entsprechende Frage antwortet sie, ihr Nachfolger Philipp Kutter habe ein Jahr vor den nationalen Wahlen noch genügend Zeit, sich zu etablieren.

Als Hauptgrund für ihren Rücktrittsentscheid gibt sie in dem Interview an, dass ihr der heutige Kurs der CVP das politische Leben erschwere. Die aktuelle Parteispitze habe einen konservativ-bürgerlichen Weg eingeschlagen, "mit dem ich mich kaum identifizieren kann", betonte Schmid-Federer gegenüber der Zeitung.

Sie sei hingegen überzeugt, die CVP könne Stimmen bei den nächsten Wahlen gewinnen, "wenn der liberal-soziale Flügel stärker miteinbezogen würde", so die Nationalrätin.