Die beiden umfassend geständigen 22-Jährigen haben Ende Juni 2010 einen 27-jährigen Mann in dessen Wohnung in Zürich mit KO-Tropfen betäubt, gefesselt und aufs Übelste malträtiert. Im Genitalbereich "verzierten" sie ihn mit Farbe, rosafarbenen Federchen und dergleichen. Unter anderem klebten sie ihm die Hoden mit Hautleim an einen Oberschenkel und malten den Penis mit rosa Nagellack an.

Dann fotografierten sie das Opfer und erpressten es später mit den peinlichen Bildern. Den Gefesselten liessen sie in der Wohnung liegen, wo er später von einem Mitbewohner befreit wurde.

Rache als Motiv

Hintergrund der Tat war offenbar Rache. Der 27-Jährige war mit der einen der beiden Frauen liiert, betrog sie aber mit anderen Frauen. Obendrein machte er auch ihre Freundin, die zweite Beschuldigte, an.

Bereits im September 2009 hatten die beiden Frauen eine junge Frau in einer Bar in Uster mit Faustschlägen und Fusstritten spitalreif geprügelt. Das Gericht verurteilte die beiden nun antragsgemäss wegen sexueller Nötigung, Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Bei der Urteilseröffnung sprach der Gerichtspräsident von einem erheblichen Verschulden. Die Aggressivität der Beschuldigten stimme bedenklich. Vor allem der Einsatz der KO-Tropfen sei alles andere als harmlos.